Hamburger Taxenverband e.V.

Taxifahrerproteste haben gewirkt - Wundercar vermittelt keine illegalen Taxis mehr

In einer Pressemitteilung haben heute die Gewerbevertretungen in der "Arbeitsgemeinschaft Taxenverbände Hamburg", darunter der HTV - Hamburger Taxenverband e.V., ihre Freude über einen Erfolg ihrer jüngsten Taxiproteste mitgeteilt. Die Taxiproteste richteten sich gegen die Vermittlung von Touren an illegale Taxis durch Internetfirmen wie Wundercar, Uber & Co. . Wir dokumentieren die Pressemitteilung.

 

A R G E      T A X E N V E R B Ä N D E      H A M B U R G
      LHT  –  LPVG  –  HTV  –  MUV  –  Taxen-Union

 

 

Die Hamburger Taxifahrer freuen sich, dass das Hamburger Start-Up Wundercar nach Protesten und behördlicher Untersagung sein umstrittenes Geschäftsmodell geändert hat. Den Hamburger Taxifahrern war die rechtswidrige Tourvermittlung an Hobbyfahrer mit ihren privaten Autos ein Dorn im Auge, weil der versprochene Dumping-Preis (Wundercar-Werbung: „Einfach wie ein Taxi, zum halben Preis!“) aus einer Mischung von Schwarzarbeit, Steuerhinter­ziehung und der kompletten Verletzung der Regeln für eine gewerbliche Personen­beförderung resultierte.

Am 11.6.2014 gab es die seit Jahren größte Taxidemo in Hamburg. Diese ging an der Wirtschafts- und Verkehrsbehörde und dem Rathaus vorbei zu einer Abschlusskundgebung in der Hafencity und den Büros von Wundercar. 300 Taxifahrer demonstrierten mit 200 Taxis gegen die unfaire, weil illegale Konkurrenz der Hobby-Taxis. Die Hamburger Taxidemo fand parallel zu vielen anderen in deutschen und europäischen Städten statt, bei denen ebenfalls gegen solche illegalen Taxis von Uber, Wundercar & Co. demonstriert wurde. Taxidemos fanden zeitgleich in London, Paris, Madrid, Barcelona sowie Berlin, München, Hamburg und weiteren Städten statt. Es war der bisher weltweit größte Taxifahrer-Protest.

Die Hamburger Taxifahrer haben nichts gegen eine moderne Tourbestellung per App. Immerhin hat der Taxi-App-Pionier mytaxi hier seinen Firmensitz und in Hamburg 2010 die ersten Fahrten per Smartphone vermittelt. Auch bieten mehrere der Hamburger Taxizentralen, darunter die beiden großen Taxivermittlungen „Hansa 211211“ und die Doppelzentrale am Grindelhof mit den beiden Marken „Autoruf 441011“ und „Taxi Hamburg 6x6“ ihren Kunden Apps zur Taxibestellung an. Weit mehr als die Hälfte der Hamburger Taxis ist per App bestellbar.

Die Hamburger Taxifahrer haben allerdings etwas gegen unfaire Konkurrenz durch systematische Rechtsverletzungen. Und sie haben etwas gegen unfaire Konkurrenz, die auf massiver Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung basiert. Die Hamburger Taxifahrer lassen solche Geschäftsmodelle, welche Züge Organisierter Kriminalität tragen, nicht zu. Deshalb sind sie dankbar, dass die Hamburger „Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation“ als erste Aufsichtsbehörde in Deutschland dem illegalen Treiben mit einer Untersagungsverfügung den schnellen Garaus gemacht hat. Hamburger Taxifahrer haben dabei die Behörde mit Insider-Informationen und Testfahrten unterstützt.

Es ist nicht die Sache der Hamburger Taxifahrer, ob das neue Geschäftsmodell einer Mitfahrzentrale aufgeht. Zulässig wären Fahrten, in denen der Fahrer das Fahrziel bestimmt (und nicht der Fahrgast!), und es für Mitfahrer nur einen kleinen Unkostenbeitrag zu zahlen gäbe. Sollten sich zwei oder drei Pendler regelmäßig einen Wagen teilen, hätten die Fahrer des ältesten Car-Sharing-Systems (= Taxi) nichts dagegen. Im Gegenteil: Wenn die Hamburger Staus dadurch kleiner würden, könnten sie ihre Fahrgäste auch während der Rush-Hour gewohnt schnell ans Ziel bringen.


Kontakt:  Clemens Grün, 0176 – 10143771 , vorstand@hamburgertaxenverband.de

Arbeitsgemeinschaft Taxenverbände Hamburg: In der „Arbeitsgemeinschaft Taxenverbände Hamburg“ arbeiten die fünf Hamburger Gewerbevereingungen zusammen, welche 2/3 aller Taxis in Hamburg vertreten. Die ARGE-Verbände erreichen Sie über folgende Verteiladresse:  info@arge-taxenverbaende-hamburg.de

 

 

Pressemitteilung als PDF


 

Zurück